
Blutbuche soll Kunstwerk werden
Künstler stellt seine Vision im Ausschuss vor
Bernd Reiter, bekannter Bauherr in Hürth und Künstler, stellte seine Idee zu dem abgesägten Stamm der Blutbuche an der Luxemburger Straße vor. Dabei schwebt Herrn Bernd Reiter vor, den Stamm der Blutbuche aufzurichten. Anschließend soll auf dem Stamm ein aufgespießtes Auto thronen. In der Sitzung des Ausschusses konnte ich das präsentierte Modell in der Größe 1:10 nicht fotografieren. Daher fertigte ich Euch ein Bild an, dass nicht dem Modell des Kunstwerks von Bernd Reiter entspricht, sondern nur eine symbolhafte Darstellung ist.
Die Blutbuche und die anschließende Fällung der Buche war in unserer Stadt ein emotional viel diskutiertes Thema. Im Ausschluss stellte Herbert Verbrüggen, Vorsitzender des Ausschusses, klar, dass es hierzu keine Alternative gab.
Herr Bernd Reiter gab den Mitgliedern des Ausschusses einen Einblick zu seinen Kunstwerken. Dabei betonte der Künstler, dass seine Arbeiten über das Bloße Existieren hinaus gehen und eine tiefere Bedeutung haben.
Daher möchte der Künstler, Herr Bernd Reiter, den Baumstamm senkrecht auf einen Sockel aufrichten. Straße, Auto und Baum gehören seit 120 Jahren zusammen, so Bernd Reiter. Deshalb thront auf dem Stamm ein Auto, dass diese Zusammengehörigkeit verdeutlicht. Weiter sollte das Kunstwerke auffallen, wie die Blutbuche in früheren Zeiten. Die Blutbuche war früher eine Landmarke, das Kunstwerk mit dem aufgespießten Auto soll gleichfalls wieder eine Landmarke für Hürth sein.

Ich war im ersten Moment irritiert von dem Kunstwerke. Ich fühlte mich an eine Autostadt erinnert, wie beispielsweise Wolfsburg. Zudem finde ich das Auto sehr dominant auf dem Baum platziert. Insbesondere die Autos und die Zukunft der Autos werden in Zeiten der Verkehrswende häufig diskutiert. Spontan dachte ich, ist das Auto ein Symbol von Hürth gegen die Verkehrswende?
Herrn Bernd Reiter sah meine spontan gesehene Symbolik „Autostadt, Verkehrswende“ nicht. Vielmehr wies der Künstler darauf hin, dass Leute über Kunst verschieden denken können. Weiter sollte Kunst mutig sein, da normal jeder kann.
FDP/ Freie Wähler und SPD freuen sich über den Kunstentwurf aus der schönen Blutbuche
Anscheinend stand ich mit meiner Befürchtung alleine. Herr Dr. Karaus, FDP/Freie Wähler Fraktion, bedankte sich bei Herrn Reiter und nannte das Kunstwerk mit dem Stamm der Blutbuche und dem aufgespießten Auto ein „schönes und interessantes“ Kunstwerk.
Herr Kleofasz, Sprecher der SPD-Fraktion im Ausschuss für Planung, betitelte das Kunstwerke ebenfalls mit „gut“. Trotz der etwas einfalllosen Beurteilung des Kunstwerks mit „gut“ war Herr Kleofasz so begeistert von dem Kunstwerk, dass er in der Sitzung gerne einen Beschluss zu dem Kunstwerk getroffen hätte. Der Beschluss sollte festhalten, dass die Mitglieder des Ausschusses die Idee gut finden und das Projekt schnell umgesetzt werden soll.
Bürgermeister Dirk Breuer erläuterte, dass es den Beschluss nicht Bedarf. Anscheinend war ich im Ausschuss das einzige Mitglied, dem hier eine spontane Zustimmung schwer gefallen wäre.
Ich teile die Meinung von Herrn Bernd Reiter, dass es zu Kunst verschiedene Meinungen gibt. Daher bin ich sehr gespannt, wie Euch die Idee gefällt. Sobald ich ein Bild von dem Modell erhalte, werde ich das Bild auf meinem Blog posten.