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Ein Haushalt unter Druck: Die Linke kritisiert fehlende soziale Schwerpunkte

von Saleh Mati am 4. März 2026

Die Linke im Hürther Stadtrat lehnt den Haushalt 2026 ab und betont zugleich ihren aktiven Beitrag zu den Beratungen.

Der Hürther Stadtrat hat den Haushalt 2026 verabschiedet. Die Linke, vertreten durch Jessica Ophoven und Fritz Laser, stimmt dem Entwurf jedoch nicht zu. Beide kritisieren, dass der Haushalt zwar absichere, aber zu wenig soziale Gestaltungskraft entfalte. In ihrer gemeinsamen Rede machten sie deutlich, dass gerade in Zeiten steigender Belastungen mehr nötig sei als die Verwaltung des Status quo. Das gilt besonders für Familien, Menschen mit geringem Einkommen und Haushalte, die auf soziale Infrastruktur angewiesen sind.

Ophoven und Laser betonten, dass ein Haushalt immer Ausdruck politischer Haltung sei. Trotz enger finanzieller Spielräume mahnten beide an, dass die Prioritäten einer Stadt sichtbar sein sollten. Aus ihrer Sicht fehlt im Entwurf eine klare soziale Leitlinie, die Sicherheit für diejenigen schafft, die sie am dringendsten benötigen.

Engagement trotz kleiner Fraktionsstärke

Bemerkenswert ist, dass Die Linke im Hürther Stadtrat nur aus zwei Ratsmitgliedern besteht. Damit bilden beide keine Fraktion, sondern eine Gruppe. Dennoch engagierten sich Ophoven und Laser intensiv in den Haushaltsberatungen. Dazu entwickelten sie eigene Ideen und verfassten gemeinsam ein kurzes Statement zum Haushalt. Dieser Einsatz ist richtig und wichtig. Zudem zeigt er, dass politische Verantwortung unabhängig von der Größe einer Fraktion ist. Zugleich dürfen die Bürger eine solche aktive Mitarbeit von Mitgliedern des Stadtrates erwarten, auch wenn sie in dieser Konsequenz nicht selbstverständlich ist und daher besondere Anerkennung verdient.

Die Linke wolle weiterhin Impulse setzen und hoffe darauf, dass der Rat in den kommenden Jahren stärker ins Gestalten komme und nicht beim Verwalten stehen bleibe. Die nicht kleiner werdenden Herausforderungen in Hürth sind steigende Lebenshaltungskosten, wachsende Anforderungen an Betreuung, Bildung und Teilhabe. Ein Haushalt könne diese Entwicklungen nicht allein lösen, aber er könne die Richtung vorgeben. Genau an diesem Punkt sieht Die Linke weiteren Gesprächsbedarf.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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