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Schnellermaarstraße und Barbarastraße: Stadt stellt Vorplanung für umfassenden Ausbau vor

von Saleh Mati am 15. März 2026

Die Stadt Hürth stellte im Ausschuss für Planung die Vorentwurfsplanung für den Ausbau der Schnellermaarstraße und eines Teilstücks der Barbarastraße vor. Dabei ist das Ziel, die Verkehrssicherheit, Aufenthaltsqualität und Infrastruktur deutlich zu verbessern. Die Schnellermaarstraße ist eine wichtige Verbindung zwischen Gleuel und Alstädten-Burbach und dient zudem als wichtige Busverbindung innerhalb Gleuels.

Die Schnellermaarstraße in Gleuel steht vor einer der umfangreichsten Straßenbaumaßnahmen der kommenden Jahre. Zwischen der Hermülheimer Straße und Zur Gotteshülfe soll die rund 1,7 Kilometer lange Verbindung grundhaft erneuert werden. Weiter überarbeitet die Stadt einen 400 Meter langen Abschnitt der Barbarastraß . Nun präsentierte die Verwaltung die Vorplanung, die sie im Frühjahr 2026 in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorstellen möchte.

Mehr Sicherheit, neue Leitungen, bessere Wege

Die Straße ist heute geprägt von schmalen Gehwegen, ungeordnetem Parken und fehlenden Radverkehrsanlagen im Außenbereich. Daher beschreibt die Verwaltung den Zustand als mit „Schadstellen in der Fahrbahn, Längsrisse, flächenhafte Schäden“ sowie „teilweise enge Nebenanlagen“. Mit dem Ausbau beabsichtigt die Verwaltung diese Defizite zu beheben.

Angestrebt wird unter anderem:

•            durchgehend 5,50 Meter Fahrbahnbreite

•            beidseitige Gehwege von rund zwei Metern

•            barrierefreie Querungen an allen wichtigen Knotenpunkten

•            neue Grünflächen und Baumpflanzungen

•            Verkehrsberuhigung durch Engstellen und Verschwenkungen

•            ein neuer kombinierter Geh- und Radweg in der Außerortslage bis zum Otto-Maigler-See

Parallel erneuern die Stadtwerke Hürth nahezu die gesamte Leitungsinfrastruktur: Kanal, Wasser, Fernwärme sowie Leerrohre für Glasfaser. Zusätzlich ersetzt die Stadt die Beleuchtung.

Im Bereich der Grundschule findet eine Neuordnung der Parkplätze statt und eine Entsiegelung des Vorplatzes.

Fragen aus der Politik: Tempo 30, Radverkehr, Fahrradständer

Im Ausschuss gab es Nachfragen aus den Fraktionen. Hendrik Fuchs, Sprecher der Grünen, sprach von „vielen guten Verbesserungen“ und erkundigte sich besonders nach der Sicherheit des Radverkehrs. Die Vorplanung sieht innerorts weiterhin das Mischsystem vor, außerorts jedoch einen baulich getrennten Radweg.

Fritz Laser (Die Linke) fragte nach der zulässigen Geschwindigkeit und wollte sicherstellen, dass im innerörtlichen Bereich weiterhin Tempo 30 gilt. Zudem erkundigte er sich, ob im Umfeld der Schule zusätzliche Fahrradständer vorgesehen sind. Daher prüfen die Planer den Punkt in der weiteren Planung.

Keine Anliegerbeiträge, Bauzeit rund vier Jahre

Wichtig für Anwohnerinnen und Anwohner: Für Maßnahmen, die ab 2024 beschlossen wurden, gilt ein Erhebungsverbot nach KAG NRW. Die Stadt betont: „Die Anlieger und Anliegerinnen dürfen […] nicht mehr zur Zahlung der Straßenausbaubeiträge herangezogen werden“ (Beschlussvorlage, S. 5). Die Finanzierung erfolgt über Landesmittel.

Der Baubeginn ist für Ende 2027/Anfang 2028 vorgesehen. Daher soll die Umsetzung in drei Bauabschnitten erfolgen und rund 48 Monate dauern. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 10,3 Millionen Euro brutto.

Ausblick

Im Frühjahr 2026 will die Stadt die Vorplanung öffentlich vorstellen und Rückmeldungen aufnehmen. Damit soll Mitte 2026 der Baubeschluss folgen. Für Gleuel bedeutet das Projekt eine langfristige, aber nachhaltige Modernisierung einer zentralen Verkehrsachse mit mehr Sicherheit, klareren Strukturen und einer besseren Anbindung an den Otto-Maigler-See.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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