Geruch kehrt zurück
Hürth und Brühl leiden wieder unter dem Gestank
In Hürth und Brühl klagen Menschen erneut über starken Geruch. Die Städte suchen die Ursache, doch die Spur ist unklar.
Wenn ein altes Problem wieder auflebt
Beim Bürgerspaziergang in Alt Hürth, Wochen vor den Sommerferien, schilderte eine Mutter eindringlich, wie sehr der Geruch ihren Alltag belastet. Sie wohnt mit ihrer Tochter im Dachgeschoss und kann an warmen Tagen kaum lüften, weil der Gestank sofort in die Wohnung zieht. Sie sagte, dass sie froh über die Wohnung sei, aber wegen der Belastung über einen Umzug nachdenkt. Diese Szene schien der Auftakt für eine neue Welle von Beschwerden zu sein, die sich danach immer weiter verdichteten.
Vor vier bis fünf Jahren war der Gestank bereits ein großes Thema in Hürth. Die Verwaltung suchte damals intensiv nach der Quelle, arbeitete eng mit Fachbehörden zusammen und meldete schließlich Erfolg. Danach blieb es lange ruhig. Viele Menschen hofften, dass die Ursache gefunden sei. Doch nun taucht der Geruch erneut auf. Deshalb berichten der Kölner Stadt Anzeiger, der WDR und Radio Erft wieder über Beschwerden aus Hürth und Brühl. Bürgermeister Dirk Breuer und sein Amtskollege aus Brühl, Dr. Marc Prokop, versuchen die Ursache zu finden. Beide betonen, dass die Suche schwierig ist, weil mehrere Faktoren zusammenspielen könnten. Daher stellt sich die Frage, ob die Region erneut unter einer Quelle leidet, die damals übersehen wurde, oder ob sich inzwischen neue Verursacher entwickelt haben.
Breuer und Prokop treten dabei sichtbar engagiert auf. Sie sprechen mit Betroffenen, koordinieren mit Behörden und drängen auf schnelle Kontrollen. Ihr gemeinsamer Einsatz zeigt, dass beide Städte das Problem ernst nehmen und nicht einfach abwarten.
Nächtliche Kontrollen und offene Fragen
Die Bezirksregierung Köln hat reagiert und führt seit Ende August eigene Kontrollen durch, auch nachts und am Wochenende. Radio Erft berichtet, dass diese Kontrollen auf die gemeinsame Forderung der Bürgermeister aus Hürth und Brühl zurückgehen. Die Bezirksregierung arbeitet mit dem Rhein-Erft-Kreis und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima zusammen, damit mögliche bisher unbekannte Quellen gefunden werden. Die Stadt Brühl meldet, dass die Zahl der Beschwerden zuletzt zurückgegangen ist. Trotzdem sollen Menschen weiterhin melden, wenn sie Gerüche bemerken. Die Links dafür stehen auf den Seiten der Städte Brühl und Hürth. Quelle: Stadt Brühl, https://www.bruehl.de/rp/news/geruchsbelaestigung-reaktion-bezirksregierung.php Quelle: Stadt Hürth, https://www.huerth.de/pressearchiv-2026/2026-08-03-Gerueche.php
In Gesprächen mit Bürgern zeigt sich ein gemischtes Bild. Manche nehmen den Geruch stark wahr, andere gar nicht. Daher bleibt offen, welche Stadtteile betroffen sind. Alt Hürth ist ein Schwerpunkt, doch weitere Bereiche könnten ebenfalls unter dem Problem leiden.
Ausblick
Die Städte und Behörden arbeiten daran, die Ursache zu finden. Dirk Breuer ruft dazu auf, Hinweise über die Mängel App zu melden, damit die Ermittlungen schneller vorankommen. Je mehr Menschen sich beteiligen, desto besser lassen sich Muster erkennen. Die Suche wird Zeit brauchen, doch die erneute Aufmerksamkeit könnte helfen, das Problem diesmal dauerhaft zu lösen.