Sicherheit im Kreisverkehr und Parkplätze am Sana Krankenhaus

von Saleh Mati am 26. September 2026

Kritik und Zustimmung lagen nah zusammen

Knapp fünfzig Menschen begleiteten Bürgermeister Dirk Breuer, Ortsvorsteher Hans‑Josef Lang sowie Mitarbeitende der Stadt und der Stadtwerke durch Hermülheim. Der Bürgerspaziergang am Mittwoch, den 23.09.2026 zeigte, wie stark Verkehr und Sicherheit den Alltag prägen. Dabei waren unter anderem zwei Stationen ein Thema: der Kreisverkehr Friedrich‑Ebert Straße / Bonnstraße und der Bereich vor dem Sana Krankenhaus.

Am Kreisverkehr schilderte Breuer die bekannte Gefahr für Radfahrer. Autos und Räder kamen sich dort immer wieder zu nah. Zudem nutzen täglich viele Schülerinnen und Schüler den Weg. Bereits im Februar 2026 gab es hierzu eine Vorlage im Ausschuss für Planung. Daher heißt es in der Vorlage, der Radverkehr müsse im späteren Verlauf „derzeit sehr ungünstig von der Nebenanlage auf die Fahrbahn wechseln“. Die Lösung liegt nun vor: Die gesperrte Abbiegespur wird zu einem breiten Radfahrstreifen, der Bürgersteig wird verbreitert und Teile der Nebenanlage werden entsiegelt und begrünt. Insgesamt entstehen rund 325 Quadratmeter neue Grünfläche, ein Plus von etwa 280 Prozent. Das Land NRW unterstützt das Projekt. Der Umbau am Kreisverkehr kostet 155.000 Euro. Die Stadt trägt rund 100.000 Euro selbst. Fördermittel decken den Rest. Für die Sicherheit der Radfahrer ist das ein wichtiger Schritt.

Zwischen Grün und Sicherheit

Vor dem Sana Krankenhaus zeigte eine Bürgerin auf den Holzzaun zwischen Parkfläche und Gehweg. Wer dort parkt und aussteigt, läuft zuerst auf der Straße und erreicht den Bürgersteig nur an der Einfahrt für Notfahrzeuge. Breuer nahm die Kritik auf, gab aber zu bedenken, dass ein geöffneter Zaun die Grünfläche beschädigen könnte. Die Verwaltung scheint abzuwägen: Schutz der Grünfläche oder mehr Sicherheit für aussteigende Autofahrer.

Ein weiterer Bürger sprach die angespannte Parksituation an. Besucher von pro medic würden in der Nachbarschaft parken. Breuer erinnerte an seine Zeit als Fraktionsvorsitzender der CDU und die Debatte zur Rosellstraße. Damals beschloss der Planungsausschuss, die Parkstände neu zu ordnen. Fünf Plätze kamen hinzu. „Ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagte Breuer, verwies aber weiter darauf, dass das Sana auf seinem Gelände eigene Parkplätze bereitstellt.

Der Umbau am Kreisverkehr ist mit 155.000 Euro eine teure Investition. Dabei ist zu bedenken, dass auch Fördergelder aus Steuermitteln stammen. Am Ende blieb der Eindruck: Einige Lösungen sind sichtbar, andere Fragen bleiben offen.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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