Bürgertreff in Hermülheim

von Saleh Mati am 25. September 2026

Viele Stimmen, viel Engagement

Am Mittwoch den 23.09 hat Bürgermeister Dirk Breuer erneut zum Bürgertreff eingeladen. Diesmal versammelten sich knapp 50 Bürger auf dem Otto Räcke Platz, um mit Verwaltung und Stadtwerken über die drängenden Themen des Stadtteils zu sprechen. Der Bürgerspaziergang dauert knapp zweieinhalb Stunden und endete am Vorplatz der Kirche St. Severin.

Von Anfang an herrschte eine besondere Atmosphäre. Dazu kamen Menschen aus verschiedenen Straßen und Nachbarschaften zusammen, hörten zu, stellten Fragen und brachten ihre Anliegen direkt vor. Zusätzlich war Ortsvorsteher Hans Josef Lang anwesend, der sich seit Jahren für Hermülheim engagiert. Seine und die Präsenz der Stadt- und Stadtwerke-Verwaltung vermittelten den Teilnehmern das Gefühl, dass ihre Anliegen ernst genommen werden.

Ein Rundgang, der Nähe schafft

Der Bürgertreff lebt davon, dass Verwaltung und Stadtwerke nicht hinter Schreibtischen bleiben, sondern im Stadtteil präsent sind. Diesmal begleitete Stefan Welsch, Vorstand der Stadtwerke Hürth, den Rundgang persönlich. Viele Bürger nutzten die Gelegenheit, mit ihm und seinen Mitarbeitern zu sprechen. Die Bereitschaft, zuzuhören und direkt zu reagieren, prägte den Abend.

Auch die politische Ebene war vertreten. Mitglieder der CDU und ein FDP-Stadtverordneter begleiteten den Rundgang. Auffällig war das Fehlen der SPD und der Grünen. Für viele Teilnehmer zeigte dies, wie unterschiedlich Parteien die Bedeutung direkter Begegnungen einschätzen. Solche Treffen bieten Stadtverordneten die seltene Chance, direkt zu erfahren, was die Menschen bewegt und welche Erwartungen bestehen.

Viele Themen, begrenzte Zeit

Der Rundgang thematisierte die großen Linien der Stadtentwicklung: das Agora Projekt, die Zukunft der Stadtbahn und die Gestaltung von Straßen und Grünflächen. Auch allgemeine Verkehrssorgen, insbesondere durch E-Roller, kamen zur Sprache. Eine Bürgerin fühlte sich durch freilaufende Hunde bedroht. Weitere Themen waren der Ausbau von Solarflächen auf dem Rathaus, Weiter sprachen die Teilnehmer Wünsche zur Stadtbücherei aus. Dazu beschwerten sich Menschen über die Belastungen durch den Verkehr an der Horbeller Straße und zu wenig Parkplätze rund um das Sana Krankenhaus. Auch die Aussicht auf einem Nahversorger an der Luxemburger Straße im ehemaligen innatura Gebäude wurde diskutiert. Der Rundgang endete auf dem Platz der katholischen Kirche St. Severin. Wie schon in Hürth Fischenich dankten die Bürger den Vertretern von Stadt und Stadtwerken.

Demokratie durch Teilhabe stärken

Der Spaziergang zeigte erneut, wie wichtig es ist, Bürger frühzeitig einzubinden und ihre Perspektiven einzubeziehen. Zudem verdeutlichte Breuer mit seinem Bürgertreff, dass der Austausch mit den Menschen in Hürth ein Kernstück seiner Arbeit ist. Dabei lebt er diese Haltung, indem er regelmäßig in die Stadtteile geht, Fragen zulässt und Kritik nicht scheut. Dieser direkte Austausch stärkt Vertrauen in die Politik und verhindert das Erstarken extremer Kräfte. Demokratie entsteht, wo Menschen miteinander reden. Es bleibt zu hoffen, dass weitere Parteien dies erkennen und nutzen.

Am Ende blieb ein klarer Eindruck: Hermülheim hat viele Themen, aber auch viele engagierte Menschen. Der Bürgertreff zeigte erneut, wie wertvoll es ist, gemeinsam durch den Stadtteil zu gehen und ins Gespräch zu kommen.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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