Urteil nach tödlichem Unfall in Hürth
Ein Jahr nach dem schweren Unfall an der Frechner Straße hat das Landgericht Köln den 21 Jahre alten Fahrer zu vier Jahren und sechs Monaten Jugendstrafe verurteilt. Zwei Menschen starben, zwei Kinder wurden verletzt, Kinder sind traumatisert
Nach sechs Verhandlungstagen sah die Kammer es als erwiesen an, dass der junge Mann im Juni 2025 bei Rot über die Ampel fuhr und eine Schülergruppe traf. Das berichtet tagesschau.de (10.07.2026). Ein zehn Jahre altes Mädchen und ein Schulbegleiter kamen ums Leben. Zwei weitere Kinder der Carl Orff Grundschule wurden verletzt. Laut Kölner Stadt Anzeiger und tagesschau.de (10.07.2026) muss der Fahrer den Familien der Opfer zudem 195000 Euro Schmerzensgeld zahlen.
Ein Prozess, der Hürth erschüttert
Im Gerichtssaal schilderten Zeugen, wie sich ihr Leben seit dem Unfall verändert hat. Eltern berichteten von Kindern, die den Wagen kommen sahen und sich gerade noch retten konnten. Laut tagesschau.de spielten Richter während der Verhandlung Notrufe ab, die die Dramatik des Moments zeigten. Eine Anruferin schrie nach Hilfe, ein weiterer meldete, dass ein Auto über Rot in eine Gruppe gefahren sei.
Der Fahrer blieb bei seiner Darstellung, dass er auf eine gelbe Ampel zugefahren sei. Dabei schaute er nach links und anschließend gab es den tragischen Unfall. (Meldung Radio Erft und tagesschau.de) Die Kammer folgte dieser Version nicht. Nach dem Bericht des Kölner Stadt Anzeigers zeigte die Ampel bereits vier Sekunden Rot, als der Wagen die Haltelinie überfuhr. Das Gericht sprach nach der Meldung von tagesschau.de von jugendlichem Übermut und einem schweren Verkehrsverstoß.
Ein Urteil, das den Schmerz nicht lindert
In den Nachrichtenmeldungen wird deutlich, dass die Richter betonten, dass der Prozess sie emotional stark belastet habe. Viele Menschen in Hürth erinnern sich an die Tage nach dem Unfall, als die Stadt in eine Stille der Fassungslosigkeit fiel. Kinder, Familien und Begleitpersonen kämpfen bis heute mit den Folgen.
Kein Urteil kann den Verlust der Menschenleben wirklich lindern. Unsere Anteilnahme gilt weiter den Kindern, den Familien, den Angehörigen und den Lehrkräften, die den Unfall miterlebt haben. Hürth nimmt Anteil und wünscht den Betroffenen Kraft, um die schwere Zeit weiter zu verarbeiten.