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Wenn der Verkehr neue Wege sucht

von Saleh Mati am 14. Juli 2026

Bürgermeister Dirk Breuer trifft die Menschen in Efferen und spricht offen über die Ideen zum Verkehrskonzept. Der Bürgertreff zeigt, wie sehr das Thema die Menschen bewegt und wie viele Fragen im Raum stehen.

Breuer erklärt, dass die Zufahrt von Hermülheim über die Krankenhausstraße nach Efferen künftig wegfallen soll. Der Verkehr soll auf die Straße In den Höhnen ausweichen. Er betont, dass er den Verkehr mit Ziel Köln aus Efferen heraushalten möchte. Doch dieser Plan zwingt viele Anwohner zu längeren Wegen, um ihr Zuhause zu erreichen. Breuer sagt dazu den Satz, der hängen bleibt: „Welchen Tod möchte man sterben.“ Der Satz zeigt, wie schwierig die Lage ist.

Verkehrskonzepte kosten viel Geld

Die Konzepte kosten viel Geld und lösen oft weniger Probleme, als sie schaffen. CDU, SPD und Grüne geben immer wieder hohe Summen aus, zuletzt über 100000 Euro, um neue Ideen zu entwickeln. Die Grünen setzen stark auf den Radverkehr, oft zu Lasten der Autos. Der Straßenraum bleibt knapp. Ich hatte damals im Planungsausschuss angeregt zu prüfen, ob die Bachstraße einen abgetrennten Radstreifen aufnehmen könnte. Es ging nur um eine Prüfung. Doch CDU, SPD und Grüne lehnten ab, trotz vieler Versprechen, den Radverkehr zu stärken. Am Ende steht oft ein Konzept, das mehr Fragen hinterlässt als Lösungen bringt.

Viele Stimmen, viele Sorgen

Die Beseler Straße zeigt das gut. Eine Einbahnstraße stand im Raum, doch die Idee scheint vom Tisch. Ein Anwohner schildert die gefährliche Lage. Autos kommen sich entgegen, ohne Platz zum Ausweichen. Die Verwaltung sagt, größere Ausweichflächen würden Parkplätze kosten. Ein anderer Bürger spricht über die Ritterstraße. Dort quälen sich Autos und der Stadtbus durch die enge Straße. Das führt morgens und abends zu Staus. Ein Anwohner wünscht sich verlässliche Busse. Der Regionalbus kommt oft zu spät. Wenn der Bus das Auto ersetzen soll, muss er pünktlich sein. Breuer sagt, die Stadt zahlt bereits über neun Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr. Davon gehen ungefähr zwei Millionen Euro an den Kreis für den Regionalbus.

Eine Bürgerin spricht die geschlossene Diagonalschleuse an. CDU, SPD und Grüne hatten die Sperre beschlossen. Ein Teil von Efferen hat seitdem nur eine Ausfahrt über die Rondorfer Straße. Sobald der Verkehr zunimmt, wird die Ausfahrt riskant. Breuer verweist auf eine benötigte Ampel. Doch der Landesbetrieb hat die Ampel an der Rondorfer Straße nicht gebaut. Ich erinnere mich an meine eigene Umfrage. Knapp 75 Prozent wollten die Öffnung der Sperre. Doch die SPD wollte sich nicht gegen CDU und Grüne stellen. Die Ampel kommt nicht. Die Lage bleibt wie sie ist.

Blicke auf das Viertel

Ein Bürger spricht den Hitzeschutz an. Er wünscht sich mehr Bäume und weniger versiegelte Fläche. Breuer sagt, die Stadt prüft Beläge, die weniger Wärme speichern. Beim Umbau der Kaulardstraße vermutet er, dass ein größerer Umbau damals an höheren KAG-Beiträgen gescheitert wäre.

Beim Rundgang geht die Gruppe am Ehrenmal vorbei. Die SPD wollte das Ehrenmal beleuchten, sogar in Eigenleistung mit Spitzhacke und Schaufel. Als sich die Idee intern nicht umsetzen ließ, kam der Antrag bei den Stadtwerken. Doch im Ausschuss blieb die Stimmung verhalten. Nur die SPD sprach für die Idee. Die übrigen Parteien warnten vor Verschmutzung durch Licht und mahnten zum achtsamen Umgang mit Energie in Zeiten globaler Erderwärmung. Beim Rundgang lag die Diskussion bereits mehrere Jahre zurück. Doch beim Blick auf das Ehrenmal kam die Erinnerung an die damalige Idee wieder. Doch war die SPD bei dem Rundgang selber nicht mehr anwesend, nur die CDU lief mit. Vor dem Ehrenmal stand die Gruppe ohne SPD‑Vertreter, und die Beleuchtungsidee der SPD blieb ein einsamer Vorschlag.

Über Saleh Mati

Saleh Mati, geb. 1966 in Köln. Seit 1966 wohnhaft in Hürth. Mitglied im Stadtrat seit 2004 Alle Einträge von Saleh Mati

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